standard-title Baderegeln und Sicherheit am Strand in Dänemark

Baderegeln und Sicherheit am Strand in Dänemark

Dänemarks Küste erstreckt sich insgesamt auf über 7.000 km Länge, hiervon sind unzählige Kilometer feinste Badestrände. Insbesondere in den Sommermonaten ist es also nicht verwunderlich das sich die meisten  hier gerne in die erfrischenden Fluten stürzen an einem warmen Sommertag.




Dabei gilt oftmals das Motto, je stärker die Brandung ist, desto mehr Spass kann man im kühlen Nass haben. Dazu kommt, das die Strände oftmals so breit und weitläufig sind, dass man sich mit seinem Strandnachbarn selten in die Quere kommt.

Wir können uns schnell einig sein: Die Badezeit, ist mit die schönste Zeit in Dänemark!

Aber Vorsicht ist geboten.

In Dänemark ertrinken jedes Jahr wieder Menschen beim Baden in der Nord- bzw. Ostsee.

In den Jahren 2001-2009 waren es durchschnittlich 69 Personen im Jahr.

Diesen Zahlen konnten mit Hilfe besserer Aufklärung an den Stränden und durch die Ausgabe von Prospekten an die Touristen deutlich gesenkt werden!

Im Jahre 2010 verzeichnete man 48 Todesfälle durch ertrinken und in den letzten Jahren lag der Durchschnitt bei 51 Todesfällen pro Jahr.

Warum passieren diese Badeunfälle immer wieder und warum sind oftmals deutsche Touristen betroffen?

An einigen Stellen kann die Unterströmung sehr gefährlich sein. Diese ist mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen und kann auch kann plötzlich auftreten.  Ein grosser Irrglaube ist oftmals, das viele meinen, wenn das Meer ganz ruhig bzw. teilweise ganz spiegelglatt ist, diese Unfälle nicht passieren können. Falsch – oftmals passieren gerade an solchen Tagen Badeunfälle, da man unachtsam ist und zu Leichtsinn neigt.

Ihr solltet immer eure Vernunft walten lassen und vermeiden, euch selber oder andere in Gefahr zu bringen.

Auch Alkohol und Drogen ist ein nicht zu unterschätzender Faktor unter Erwachsenen und Jugendlichen. Jeder 3. tödliche Badeunfall, wird hierdurch verursacht.

Gerade auch Nichtschwimmer unterschätzen oftmals die Situation und wagen sich zu weit raus.

Auch Personen die z.B. Luftmatratzen oder andere aufblasbare Gegenstände benutzen, begeben sich in tödliche Gefahr! Oftmals werden diese durch die Strömung einfach nach draussen ins tiefe Wasser gezogen.

Etwas was die meisten Dänen bereits ab dem Kinderalter lernen und vielen deutschen unbekannt ist, sind die sogenannte Brandungsrückströme.

Diese sind nicht nicht zu unterschätzen und verursachen Panik bei Badenden die von der Brandungsrückströmung erfasst werden. Oftmals ertrinken diese dann, weil sie nicht die einfache Technik kennen, mit der man dieser Strömung wieder entkommen kann.

Auch Ebbe und Flut sind gefährliche Parameter, wenn man zum falschen Zeitpunkt baden geht.




Badet ihr an einem Strandabschnitt, an dem sich Ebbe und Flut stark bemerkbar machen, dürft ihr keinesfalls nach Eintritt der Ebbe baden! Das Schwimmen ist dann lebensgefährlich und zieht selbst den besten Schwimmer ins offene Meer hinaus! Aus diesem Grunde sollte man auch niemals die vorgelagerten Sandbänke betreten.

Lasst Eure Kinder niemals aus den Augen!

Die Strände in Dänemark sind oftmals sehr groß und weitläufig. Oft genug haben Eltern Ihre Kinder hier schon verloren. Behaltet daher Eure Kinder immer im Auge und trefft mit ihnen deutliche Absprachen. Achtet immer darauf in welchem Strandabschnitt ihr euch befindet. Mittlerweile stehen in jedem Strandzugang Schilder mit Nummer drauf. So kann man leicht den richtigen Eingang / Treffpunkt wiederfinden und auch bei einem Notfall angeben, wo sich das Unglück zugetragen hat. So sind die Retter schneller bei euch!

Grüne Schilder am Strand

Grüne Schilder am Strand – Copyright trygfonden-kystlivredning

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz wichtig! Macht euch immer mit den Baderegeln vor Ort und vor allem mit dem Strandabschnitt vertraut! Badet wenn möglich immer nur in dem von den Rettungschwimmern abgesteckten, überwachten Strandabschnitten.



Beachtet bitte diese 5 Ratschläge für sicheres Baden

(Quelle: trygfonden-kystlivredning / Respekt for vand)

1. Lernen Sie schwimmen

Wenn Sie schwimmen können, können Sie sich selbst und andere vor dem Ertrinken retten. Wenn Sie ins Wasser gehen, obwohl Sie nicht schwimmen können, sollten Sie eine Stelle finden, wo Sie stehen können und das Wasser still ist.

2. Gehen Sie niemals allein ins Wasser

Wenn Sie mit anderen ins Wasser gehen, können Sie auf einander aufpassen und schnell reagieren, wenn etwas passiert. Das ist sicherer für alle. Vermeiden Sie gefährliche Spiele im Wasser und rufen Sie niemals aus Spaß um Hilfe.

3. Beachten Sie Wind und Wasser

Sehen Sie sich gründlich um und denken Sie nach, bevor Sie ins Wasser gehen. Kontrollieren Sie die Tiefe des Wassers und die Strömungsverhältnisse und beachten Sie die Windrichtung. Bei ablandigem Wind treiben Badetiere, Gummiboote und Luftmatratzen schnell aufs Meer hinaus. Es besteht auch größere Gefahr, auf Feuerquallen zu stoßen. Bei auflandigem Wind besteht größere Gefahr für starken Strom bei Brandungsrückströmen.

4. Machen Sie sich mit dem Strand vertraut

Ein neuer Strand kann voller Überraschungen sein, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. Fragen Sie die Ansässigen oder einen Rettungsschwimmer nach den Besonderheiten des Strandes, bevor Sie ins Wasser gehen. Fällt der Strand besonders steil ab? Gibt es Molen oder Buhnen, die die Strömung beeinflussen? Lesen Sie außerdem immer die Informationsschilder am Strand.

5. Lassen Sie Kinder nie aus den Augen

Bleiben Sie immer in der Nähe Ihrer Kinder, wenn sie im Wasser sind, damit sie einander hören und eingreifen können, falls dies notwendig sein sollte. Selbst größere Kinder, die gut im Hallenbad schwimmen können, können bei Strömung und Wellen schnell in Schwierigkeiten geraten. Lassen Sie Ihre Kinder deswegen nie aus den Augen und lassen Sie sich nicht ablenken.

Um zu vermeiden, dass ein schöner Badeurlaub im Unglück endet, sollten Sie außerdem ein paar einfache Regeln bezüglich Brandungsrückströmen beachten. 

Schaut euch das Schema an und lernt wie man aus einem Brandungsrückstrom .heraus schwimmen kann und damit sein Leben rettet.

Brandungsrückstrom – Copyright trygfonden-kystlivredning

 

 

Was bedeuten die Fahnen am Strand?

Was bedeuten die Fahnen

Was bedeuten die Fahnen – Copyright trygfonden-kystlivredning

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schaut euch unbedingt auch den Trygfondens Bade-Ratgeber (auf Deutsch) an. Hier findet ihr alle wichtigen Informatioen!

Wir wünschen Euch nun einen schönen Sommer und einer vergnügliche Badezeit an unseren schönen Stränden in Dänemark!

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